SALUT! 2018 – Fachkongress und Bürgermesse setzen wieder wertvolle Impulse für Gesundheitswirtschaft, Gesundheitsversorgung und Pflege

Saarbrücken. Auch in diesem Jahr, in der ersten Mai-Woche, war Saarbrücken wieder Zielort wichtiger Entscheider aus der deutschen Gesundheits- und Pflegebranche. Sektorenübergreifend versammelten sich vom 3. bis 5. Mai beim Saarbrücker Gesundheitskongress SALUT! DaSein gestalten. Experten aus Medizin und Pflege, Pharmazie und Medizintechnik, Prävention und Gesundheitspolitik.

In der vierten Auflage dieses Fachkongresses gab es mehr Foren, Vorträge und Symposien, mehr Referenten aus ganz Deutschland und angrenzenden europäischen Ländern und mit über 800 Teilnehmern auch mehr Zuspruch als in den Vorjahren. Experten aus Forschung und Versorgung, der medizinischen und pflegerischen Praxis, von Kostenträgern und aus der Politik nutzten die Kontakte zur Bildung von Netzwerken und formulierten Impulse für die politisch Handelnden in Bund, Ländern und Kommunen. Damit ist der Saarbrücker Kongress inzwischen auch ein wichtiger Faktor bei der Stärkung des Gesundheitsstandortes Saarland.
Der Fachkongress SALUT! DaSein gestalten stellte in diesem Jahr drei für die zukünftige Entwicklung der Gesundheitsversorgung und der Pflege essentielle Themen in den Mittelpunkt:

  • die Zusammenarbeit in Europa in Gesundheit und Pflege,
  • die Fachkräftelücke, insbesondere in der Kranken- und Altenpflege sowie
  • die Digitalisierung als Herausforderung für Medizin und Pflege.

Neben diesen zentralen Themen dominierten in den Zukunftswerkstätten, Workshops und Dialogforen aktuelle Herausforderungen der Branche, wie z.B. die Neuregelung der Pflegeleistungsvergütung, die aktuellen Handlungsbedarfe und Perspektiven der Rehabilitation sowie die immer professioneller werdenden Angebote im betrieblichen und kommunalen Gesundheitsmanagement. Auch das inzwischen schon traditionelle kommunale Gesundheitsfrühstück für Entscheider in Städten und Landkreisen erfreute sich regen Zuspruchs.

Die Grenzen überwindende Zusammenarbeit in Gesundheit und Pflege an den deutschen Binnengrenzen war erstmals ein Schwerpunkt des Kongresses. Bereits das Zukunftsforum auf Einladung der saarländischen Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger am Vorabend führte hierzu Experten wie z.B. Dr. Günter Danner von der Europavertretung der Deutschen Sozialversicherung in Brüssel, Prof. Axel Ekkernkamp vom Unfallkrankenhaus Berlin und Prof. Herbert Rebscher von der IGV Research zusammen. Diese Gelegenheit nutze die französische Generalkonsulin Catherine Robinet, um für mehr Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich auf dem Gebiet der Gesundheitsversorgung zu plädieren. Es zeigte sich, dass auch wenn die Gesundheitssysteme noch weitgehend national ausgerichtet sind, sich ein Blick auf Versorgungs- und Ausbildungsmodelle, die grenzüberschreitend angelegt sind, lohnt. Deshalb präsentierten sich zehn Projekte aus fast allen Grenzregionen Deutschlands, die mit ein oder mehreren Nachbarländern in der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften zusammenarbeiten, in der Forschung kooperieren, oder grenzüberschreitende Versorgungseinrichtungen betreiben. Unter dem Motto „Von den Nachbarn lernen“ warten viele dieser Modelle jetzt auf Initiativen zur Umsetzung in der gesamten Großregion. Hierzu bedarf es nicht nur einer „Kultur des Experiments“, sondern einer verbindlichen Handlungs- und Entscheidungskompetenz der regionalen Akteure, ohne dass bundesstaatliches oder übernationales Recht blockieren.

Das Eröffnungsforum des Kongresses stellte die von der neuen Bundesregierung angekündigten gesundheitspolitischen Vorhaben in einen europäischen Kontext und diskutierte unter Beteiligung von Gesundheitsministerin Monika Bachmann auch die Chancen für die Grenzregion Saarland.

Der Fachkräftemangel in Gesundheit und Pflege war ein zentrales Thema des Kongresses. Die Schwierigkeiten der Rekrutierung von neuen Fachkräften wurden dabei ebenso aufgezeigt, wie Handlungsoptionen für mögliche Lösungen. Die hochkarätig besetzten Foren waren geradezu eine Werbung für die Berufe im Gesundheitswesen. Interessierte junge Menschen orientierten sich bezüglich ihrer zukünftigen beruflichen Laufbahn. Für sie wurde ein Informationstag zum Thema „Gesundheit als Beruf“ integriert, an dem sie sich bei den unterschiedlichsten Anbietern informieren und so einen Einblick in das breite Spektrum der Studiengänge und Ausbildungsberufe erlangen konnten.

Technische Innovationen und Digitalisierung als Chancen für die Gesundheitsversorgung und Pflege wurden als entscheidende Zukunftsfragen in zahlreichen Foren diskutiert. Entscheider aus Kliniken, der ambulanten Versorgung sowie aus der Landes- und Kommunalpolitik, zeigten auf, welche Anforderungen dies für neue Versorgungsformen bedeutet, wie die notwendigen Investitionen aufzubringen sind, und welche Änderungen im Berufsbild von Ärzten und Pflegekräften sich bereits abzeichnen.

Großer Anziehungspunkt waren wieder die Veranstaltungen zur Prävention und dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Aufgrund der älter werdenden Belegschaften scheint hier ein großer Bedarf zu bestehen, Hilfen und Informationen zu erhalten, was Betriebe zur Gesunderhaltung ihrer Arbeitnehmer tun können.

Auch die Gesundheitsmesse SALUT! plus unter der Schirmherrschaft von Verbraucherminister Reinhold Jost wird immer mehr nachgefragt. Ca. 3.000 Besucher nutzten die zahlreichen Informations- und Beratungsstände, die Kurzvorträge und Ratgeberforen, um Fragen zu Therapiemöglichkeiten bei bestimmten Krankheiten, das Verstehen von Diagnosen oder Beipackzetteln oder zu Problemen bei Versicherungsfragen zu stellen. Der Sonntag war allen gewidmet, die sich als Angehörige, als Fach- und Betreuungskräfte oder ehrenamtlich Tätigen in der häuslichen Pflege engagieren. Dieser in der öffentlichen Aufmerksamkeit eher vernachlässigten Gruppe von Menschen, ein besonderes Angebot an Beratung, Hilfestellungen und Austausch zu bieten, war ein besonderes Anliegen der Veranstalter. Ein Publikumsmagnet war SR2 live mit „Fragen an den Autor“ und dem prominenten Psychiater und Buchautor Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, der sein neues Buch ‚Einsamkeit, die unerkannte Krankheit’ vorstellte.

SALUT! DaSein gestalten. und SALUT! plus. haben weiter an Zuspruch gewonnen. Der Gesundheitskongress hat sich weit über die Region hinaus als ein Fachkongress etabliert, der die Zukunftsfragen von Gesundheit und Pflege insbesondere auch aus der Perspektive der betroffenen Menschen diskutiert. Kongress und Messe sind außerdem eine hervorragende Werbung für das Saarland und dessen Beitrag für den Bereich der Gesundheitsforschung und -wirtschaft.
Als Gesamtbilanz bleibt: Der Kongress- und Messestandort Saarland ist mit SALUT! DaSein gestalten, reicher geworden. Mit der Bürgergesundheitsmesse SALUT! plus haben die Saarländerinnen und Saarländer vielfältige Möglichkeiten, gesundheitskompetenter zu werden. Die Unternehmen und Einrichtungen der Branche nahmen die Gelegenheit wahr, nutzten die direkte Bürgeransprache, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren.

Ein Ausblick auf Salut! 2019 – Die positive Resonanz der Referenten, der Teilnehmer und in der Öffentlichkeit ermutigt die Veranstalter, die fünfte Auflage von Salut! Mitte April 2019 wieder mit aktuellen Themen und herausragenden Experten anzupacken.

Weitere Informationen unter www.salut-gesundheit.de bzw. www.salutplus.de LANG CONSULT GmbH - Mühlenstraße 17 - 66111 Saarbrücken - Tel.: +49 (0)681 94 58 04 40
Fax: +49 (0)681 81 90 735 - Mail: kontakt[at]langcon.de

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